Hoffnung auf Zukunft

Die Gedanke existierte bereits einige Zeit: Was können wir neben der unmittelbaren Linderung der Not durch Geld- und Sachspenden noch tun, um die Zukunftschancen der Kinder zu verbessern? Als eins der Hauptprobleme kristallisierte sich heraus, dass die meisten der Kinder nicht die Schule besuchen können. Ein Anfangsunterricht in Lesen, Schreiben und Rechnen wäre ein wichtiger Schritt in die von uns gewünschte Richtung. Die größte Herausforderung war zunächst, einen geeigneten Unterrichtsraum zu finden, der sich im näheren Wohnumfeld der Kinder befand und bezahlbar war. Durch einen glücklichen Umstand erhielten unsere Unterstützer in Kabul Kenntnis von einem Raum, der diesen Anforderungen entsprach. Allerdings waren sowohl der Raum als auch sein Umfeld dringend renovierungsbedürftig.

alterZustand

Die Arbeiten wurden unter Mithilfe der Angehörigen der Kinder ausgeführt. Den Raum haben wir mit Tischen, Stühlen und einer Tafel ausgestattet. Der Hof wurde mit einem Schotterbelag gegen den Schlamm versehen.

renovierung

neuerZustand

Inzwischen ermöglicht eine einfache Klimaanlage den Aufenthalt im Unterrichtsraum während der Sommerhitze.

unterricht

Derzeit werden 59 Schüler in drei zeitlich aufeinander folgenden Gruppen von vier Lehrern an je fünf Tagen in der Woche unterrichtet.Wer sind diese Lehrer: Eine Lehrerin ist bereits in einer anderen Schule tätig; sie studiert zudem noch. Sie unterrichtet und leitet nun auch noch ehrenamtlich „unsere“ Schule. Die anderen Lehrer sind zwei Schülerinnen einer 12. Klasse und ein Medizinstudent. Diesen drei zahlen wir eine Aufwandsentschädigung von je 2000,- Afghani im Monat. Die Miete pro Monat für den Raum beträgt derzeit 1500,- Afghani. Insgesamt entstehen somit in jedem Monat Kosten von etwa 200,- € für Aufwandsentschädigung, Miete, Strom und Material.

Überdies versorgen wir die Schüler mit den nötigen Materialien wie Ranzen, Schreibhefte, Bücher

materialien

und richten an besonderen Tagen kleine Feiern aus.

kindertag

 

Eine Überprüfung der Lernergebnisse zeigte, dass die Schüler erstaunliche Fortschritte gemacht haben. Es verwundert daher nicht, dass das Interesse der Eltern groß ist und der Wunsch, noch mehr Kinder unterrichten zu lassen ebenso. Mit dem uns zur Verfügung stehenden Raum und der Anzahl der Lehrer sind wir am Limit, so dass wir nur durch eine Erweiterung und weitere Mitstreiter dieser Bitte entsprechen könnten. Die finanziellen Möglichkeiten unseres Vereins ermöglichen Um- oder Anbauten nicht. Ebenso wäre entsprechend mehr Unterrichtsmaterial nötig. Dafür wären wir auf Unterstützung angewiesen.

In dieser Situation erhielten wir Hilfe durch den Verein KUFA e.V. und dessen Vorsitzenden Rahman Nadjafi. Dieser Verein übernahm den Neubau eines Klassenraumes in Kabul, und wir konnten ihn im Jahr 2018 fertigstellen und beziehen. Weiter unten finden Sie einige Bilder und ein Video von der Einweihung. Einziger Wehrmutstropfen für unseren Verein: Wir mussten den alten Klassenraum leider im vergangenen Jahr aufgeben.

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